Messen, Wiegen, Mischen und vor allem selber Bauen löste bei den Schülern der Klasse 3b der Pestalozzi Grundschule große Begeisterung aus. Ein Mix aus Matheunterricht und Werken vermischte sich bei ihrem Besuch im Wolpeterhaus und die Kinder merkten schnell, dass sich der Schulstoff durchaus im praktischen Leben und auf der Baustelle anwenden lässt.

Erstmal wurde das Haus von 1573 von Aussen begutachtet. Eine geschnitzte Brezel, Schriftzüge wie „Fachwerk lebt!“ und Plakate nahmen die aufmerksamen Augen der Kinder sofort war. Die Faszination war groß, als es in das Projekthaus der Denkmalpaten ging und sie ein Fachwerkhaus im Rohzustand von innen sehen konnten. Ob Weidengeflecht, Wellerhölzer oder Backstein, überall gab es etwas zu entdecken. Zum Selbermachen hat die Projektleitung Patricia M.Keil beim Lehmstein „backen“ eingeladen und sofort wurden die Ärmel hochgekrempelt. Da die Schüler die Tonarbeiten aus dem aktuellen Lehrplan des Werkunterrichtes kennen, war es für sie beeindruckend, dass Lehm auch aus Ton besteht und man damit sogar Häuser bauen kann die uns viele Jahrhunderte ein Zuhause schenken. „Die Begeisterung der Initiatorin machte den Kindern Spaß und es war absolut eindrucksvoll das Hausgerippe zu sehen und was daraus mal werden soll.“ So die Lehrkraft Frau Kühn. Als kleines Give away konnten sich die Schüler eine kleine Tasche voller Lehm mit in die Schule nehmen und werden daraus Seedballs für die nächste Pflanzzeit herstellen. Ein ausserschulischer Lernort ist eine tolle Abwechslung zum Schulalltag und macht Geschichte lebendig, erlebbar.